Montag, 13. Februar 2017

Life lately

Herrlich, wie die Tage wieder länger werden! Unbeirrt davon dudelt der Radiowecker täglich um 6:15. Aufstehen fällt uns aber allen deutlich leichter, wenn der Himmel sich aufzuhellen beginnt.

Letzte Woche erhalte ich den erlösenden Anruf nach meinem ersten Vorstellungsgespräch hier in Österreich: Die Freie Waldorfschule Linz wählt mich zur neuen Englischlehrerin auf der Mittelstufe! Ende März steige ich mit 6 Lektionen an der fünften Klasse ein. Nach den Sommerferien werde ich noch eine zweite Klasse dazu unterrichten. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe!


Nicht zuletzt dank lautstarker Unterstützung meiner Männer (Suchbild: Wo ist Max?) gewinnt Federer Ende Januar das Australian Open. Cedric zeigt sich davon gänzlich unbeeindruckt und geniesst, dass er die Legokiste im Kinderzimmer für sich alleine hat.


 Immer nur Pasta und Fischstäbchen ist langweilig. Wir kochen gemeinsam ein gelbes Thaicurry mit Garnelen. Das Versprechen auf der Verpackung "mild gewürzt" können unsere Burschen nicht bestätigen. Wir müssen für sie grosszügig Rahm und Kokosmilch nachgiessen.

Picture by Max! "Hier Mama, für den Blog."




Jeden Montagabend holen wir Max von seiner Sportstunde ab. Während wir im Schulhaus auf ihn warten, turnt Cedi seinerseits auf Papa herum.



Im Kindergarten steigt eine Pyjamaparty! Die Kinder dürfen noch im Schlafanzug einfliegen, geniessen gemeinsam ein festliches Frühstück, hören Geschichten und toben sich dann bei einer Kissenschlacht so richtig aus. Cedric schafft es nicht bis zum Mittagessen. Als ich ihn zum Essen rufen will, finde ihn in meinem Bett vor - erschöpft eingeschlafen...


Wir erwarten Michaels Vorgesetzten und seine Frau zum Abendessen. Die Wohnung erfährt eine lange überfällige Grundreinigung. Während Michi die Stühle auf Vordermann bringt, setzen wir die Buben vor die elektrische Grossmutter, damit es wenigstens bis zum Eintreffen der Gäste etwas ordentlich bleibt.


Auf dem Menü stehen: 

- Apéro mit gefülltem Blätterteiggebäck
- Piccata Milanese mit Reis, Tomatensauce und Garnitur (Schinken und Champignons)
- Tarte au Citron
- Kaffee und selbstgemachten Kirschpralinen






Blätterteigschnecken mit mediterranem Pesto und Parmesankäse




Gipfeli gefüllt mit Feta, Baumnüssen und Honig




Es gibt nichts Schöneres als wenn nach einem erfolgreichen Fastentag der Duft von Frischgebackenem durch die Wohnung zieht! Das weckt Vorfreude aufs Frühstück!

Aktueller Favorit:

Kartoffel-Walnuss Brot
nach Chefkoch

500gr Mehl (Typ 405)
500gr Kartoffeln
30gr Hefe (oder 2P. Trockenhefe)
15gr Salz
5gr Koriander gemahlen
1 Ei
200gr Walnüsse
200gr Haselnüsse
200ml Wasser
Die Kartoffeln in der Schale kochen, abdämpfen lassen und pellen.
Etwas Wasser abnehmen und die Hefe darin auflösen. (Bei Trockenhefe ist dieser Schritt nicht nötig.)

Die Nüsse grob hacken und in einer trockenen Pfanne etwas anrösten. Vorsichtig, die Nüsse sollten nicht ölig werden und nicht anbrennen!

Das Mehl in eine Schüssel sieben, Salz, Koriander und die Nüsse zugeben. Die Kartoffeln noch warm mit der Kartoffelpresse zu dem Mehl pressen. Das Ei, die aufgelöste Hefe und das restliche Wasser (schluckweise, nur soviel wie nötig!) dazu geben und zu einem kompakten Teig kneten.
Den Teig zugedeckt ca. 1 Std. gehen lassen.
Den Teig teilen und zu 2 Brotlaiben formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und nochmals abgedeckt ca. 1 Std. gehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad ca. 30 Min knusprig braun backen.














Der traditionelle Samstagskuchen steht an. Und es soll etwas Neues werden! Nach einem kurzen Überblick, was Vorrat und Kühlschrank hergeben, fällt die Auswahl auf eine weisse Schokoladentarte. Für die Ingwernote sind wir aber dann doch zuwenig experimentierfreudig, und ersetzen ihn kurzerhand mit Vanille-Extrakt. Tatsächlich fehlt dem Kuchen aber ohne die exotische Zutat der gewisse Pfiff. Kokosnuss, Zitrone, Minze oder Limette... wir tüfteln noch, was passen könnte.












Max' Lehrerin fragt mich, ob die Klasse einige Male ins Hallenbad und auch ins Theater begleiten könnte. Im Brucknerhaus wird gerade "Aladdin" als Musical aufgeführt. Über tausend Kinder aus ganz Oberösterreich reisen mit Bus und Zug an, um für zwei Stunden in die Welt aus Tausend und einer Nacht einzutauchen. Nach jeder Szene brandet begeisterter Applaus auf, worauf Max jedesmal fragt, ob es denn jetzt fertig sei. Es fällt ihm nicht leicht, still zu sitzen und sich auf die Geschichte einzulassen.




Eine Woche noch bis wir in die Skiferien ins Graubünden fahren! Die Packlisten sind erstellt, die Skier für die Kinder vorbestellt und die vermisste Ski-Führleine wird bis Samstag auch noch auftauchen. Nur noch fünf Mal schlafen!

Sonntag, 5. Februar 2017

World Nutella Day 05/02/17

Wer liebt ihn nicht, den nussig-schokoladige Brotaufstrich? Auf unserem Frühstückstisch darf er jedenfalls nicht fehlen. Zum Leidwesen von Cedric gibts ihn nur in streng limitierte Auflage: Weekends only. 

Mag man Medienberichten glauben, gehört Ferrero zwar zu den Vorreitern, was den Wandel der Palmöl-Industrie anbelangt. Dennoch beschliessen wir gemeinsam mit den Buben, dass eine Alternative her muss.

Im Internet wühle ich mich durch unzählige Rezepte und entschliesse mich am Ende für eines, welches wir sofort ausprobieren wollen.

Das Rezept stammt von The Splendid Table. Alle Zutaten finden sich schon in unserem Backschrank, was das Vorhaben erleichtert. Wir passen die Mengenangaben etwas auf unsere Bedürfnisse an und kürzen zum Beispiel Zucker und Salz.

Vor lauter Aufregung vergessen wir, nach den ersten Schritten weitere Bilder zu schiessen. Der Duft, der von den gerösteten Haselnüssen durch die Wohnung zieht, ist himmlisch! Die Küche bedarf hinterher zwar einer Renovation, aber wir werden mit einem Glas köstlicher Schokocrème belohnt. Noch ist sie ein wenig flüssig, deshalb stellen wir sie für eine Stunde in den Kühlschrank. Probiert wird schliesslich erst am Sonntag. Wenn wir uns so lange zurückhalten können...

Homemade Nutella

Zutaten:
  • 150g Haselnüsse
  • 340g Milchschokolade, gehackt (wir verwenden zur Hälfte Zartbitter 72%)
  • 2 Esslöffel Sonnenblumenöl
  • 3 Esslöffel feiner Zucker (as usual: wir halbieren)
  • 1 Esslöffel ungesüsstes Kakaopulver
  • 1/2 TL Vanille-Extrakt
  • 1/2 TL Salz 
  1. Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und in dem auf 180Grad Backofen vorgeheizten 10 - 12 Minuten lang rösten. 
  2.  Die Nüsse in ein Küchentuch wickeln und kräftig rubbeln, damit sich die Haut löst. (Kes Büro uftue. Was sich auch mit Anstrengung nicht löst, darf mit in den Mixer.)
  3. Auskühlen lassen.
  4. Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und auskühlen lassen.
  5. In einem potenten Mixer die Haselnüsse zu einer Paste verarbeiten. 
  6. Öl, Zucker, Kakao, Vanille und Salz dazugeben.
  7. Die geschmolzene Schokolade hinzufügen und so lange mixen bis die gewünschte Konsistenz erreicht wird. 
  8. Fertige Crème in einem Glas mit Deckel aufbewahren.
Die fertige Crème ist noch ein wenig dünnflüssig und festigt sich mit dem Auskühlen. In einem verschlossenen Behälter hält sie sich bis zu zwei Wochen. (Ha, als ob!)

Fazit nach einer Woche: Die Crème ist ausgehärtet, trocken und spröde geworden, schmeckt aber wie eine Woche Italienurlaub!

 
















Sonntag, 29. Januar 2017

Kindermund

Mama fühlt sich in ihre Kindheit zurückversetzt. Samstagnachmittag und das Kinderzimmer wird ausgemistet. Nach eineinhalb Stunden Grosseinsatz mit väterlicher Unterstützung ist man einhellig der Meinung: Das hat sich gelohnt! Beim Abendessen lobe ich die Buben zwischen zwei Bissen Lasagne. "Das sieht jetzt sehr schön aus bei euch hinten! Das sollte nun auch eine Weile so bleiben!" Max legt die Gabel nieder und sagt zu seinem Bruder: "Cedi, Spielen ist morgen gestrichen." 

Während ich den Geschirrspüler ausräume, erzählt Cedric, was er im Kindergarten gelernt hat. Ich höre nur mit halbem Ohr zu und schiebe die Resten vom Teller in den Abfall. Mit Verzögerung registriere ich, dass mir eine Frage gestellt worden ist. Cedric schaut mich erwartungsvoll an und wiederholt: "Was trinken Schmetterlinge?" - "Wasser, sicherlich." sage ich. Doch Cedric ist nicht zufrieden. Dem Tonfall entnehme ich, dass er die Antwort schon gehört, aber vergessen hat. Er sucht ein bestimmtes Wort und fragt zum dritten Mal und fügt an: "Elektro, oder so." - Da fällt bei mir der Groschen. "Meinst du Nektar?" Erleichterung zeigt sich auf seinem Gesicht. Das wars. Und erzählt mir dann den Rest der Geschichte. Und ich füge still einen weiteren Vorsatz zu meine lange Liste. "Du sollst besser zuhören..."

"Ww-ee-rr-b-oo-t-ee-n.." liest Max laut vor, und ich verbessere ihn vermeintlich hilfreich: "Fff... V klingt für die Ohren genau gleich wie ein F." Max lernt rasch, korrigiert sich und fragt darauf einige Tage später: "Mama, nehmen wir heute den Folfo?" 

 

Samstag, 28. Januar 2017

Frozen

Seit einigen Tagen ist der Pichlinger See komplett zugefroren. Das müssen wir uns genauer anschauen! Dick eingepackt wagen wir die ersten Schritte hinaus aufs Eis. Während wir vor kurzem für eine Umgehung bei frostigen Temperaturen fast zwei Stunden brauchten, sind die Buben heute - Abkürzung sei Dank - begeistert mit dabei.















Schneeballschlacht wäre übertrieben, aber zum Einstauben reichts allemal. Cedric findet Austeilen lustiger als Einstecken und muss nach jeder Attacke getröstet werden.











Zur Belohnung gibts für die durchgefrorenen Spaziergänger einen Hamburger. Soviel Frischluft macht selbst die tüchtigsten Könige müde!