Samstag, 5. Mai 2018

Kindermund

Cedric kneift mich: "Mama, wir müssen den Donut um deinen Bauch wegnehmen und einen normalen hinmachen. (Guter Plan, Kind. Mach mal.)

Max erklärt Cedric das Konzept von grossen Zahlen. "Das kannst du dir gar nicht mehr vorstellen, soviel ist das! Schrilliarden und Spaghettilliarden!"

In geistiger Umnachtung stelle ich am Vorabend den Wecker AUS statt ein. Dementsprechend erwachen wir alle am nächsten Morgen gut ausgeruht, aber über eine Stunde später als geplant. Leichte Hektik bricht aus. Es hüschteret derart im Badezimmer, dass ich mir erst den Haarspray gut gezielt in die Augen sprühe, nur um dann - in der Folge halbblind - die Dose nicht ins Regal, sondern ins Spiegelschränkchen daneben zu knallen. Max bewahrt als einziger Ruhe und kommentiert: "Das ist halt Murphy's Gesetz, Mama."



Sonntag, 22. April 2018

Und weils so schön war...

... fahren wir heute gleich nochmal an die Donaulände.

Die in der Garage vergessene Picknickdecke tut der Stimmung keinen Abbruch. Max und Cedi grübeln mit Wonne im Kies, stapeln mit Papa Steinmannderl und staunen ob der wenigen Mutigen, die sich mit Todesverachtung in die eisigkalte Donau wagen.

Beim nächsten Mal, befürchte ich, müssen auch unsere Badehosen mit.

Ich nutze die Zeit, um meine Kamerakünste zu verbessern. Einige der folgenden Bilder hat jedoch Max geschnappschusst. Findet ihr heraus, welche? (Tipp: Die Dame im Bikini hat nicht MEINE Aufmerksamkeit erregt...)































Samstag, 21. April 2018

An der schönen blauen Donau

Ottensheim fasziniert. 

Immer wieder zieht es uns in das Dorf wenige Kilometer flussaufwärts von Linz. 

Anfang März entdeckten wir den malerischen Flecken mehr oder weniger zufällig bei einem Sonntagsfährtchen. Von unserer Donauseite aus übersetzten wir mit der Fähre ans andere Ufer und landeten - so schien es - in einem Paralleluniversum. Staunend schlenderten wir durch den 5000-Seelen-Ort, verbrachten mehr als eine Stunde schmökernd im Bücherladen am Dorfplatz und genossen anschliessend ein fantastisches Mittagessen beim Italiener am Flussufer. 










Daher beschlossen wir heute, Ottensheim erneut einen Besuch abzustatten, und diesmal bei Sonnenschein und 26 Grad auszukundschaften.

Der Mini-Sandstrand ist zwar mittlerweile unter dem Schmelzwasser verschwunden. Dafür können sich die Jungs auf dem Spielplatz austoben. Wir Eltern kümmern uns währenddem auf der Picknickdecke um unseren Vitamin D-Vorrat. 























"Mach doch mal wieder ein paar brauchbare Fotos von mir!" lautet die Bitte, also starten wir ein kleines Fotoshooting. Rasch stellen wir fest, dass wir beide ziemlich aus der Übung sind. Mal sind die Bilder über-, dann wieder unterbelichtet. Ich erwäge kurz, sie wieder aus dem Post zu kippen und entscheide mich dann doch dagegen. 

Ich mag jedes einzelne und finde, man sieht - das erste Mal seit langem - wie gut es mir geht. Glücklich und zufrieden wirke ich - denn endlich ist die Auswanderung auch MEIN Projekt. Mitgegangen als loyale Partnerin, tief Luft geholt und ins Ungewisse gesprungen, um festzustellen: "Mir verhäbe."

Meine neue Arbeit als Sprachlehrerin an der Volkshochschule fordert mich heraus und begeistert mich. Ich darf das tun, was mich mit Leidenschaft erfüllt und was ich am besten kann: Sprachen unterrichten. Die Tatsache, dass meine Kundschaft zum ersten Mal seit zwanzig Jahren freiwillig zu mir kommt und dafür eigenes Geld investiert, ist Motivation und eine grosse Verantwortung zugleich. Mache ich meine Aufgabe gut, kommen die Teilnehmer wieder. Privatwirtschaft vs. geschützte Werkstatt. Zweifellos die beste Entscheidung meines Lebens...







Auf der Rückfahrt machen wir auf der Urfahraner Seite nochmals Halt. Grossartig wie man in seiner eigenen Stadt täglich noch etwas Neues entdecken kann! Direkt an der Donau gibt es einen schmalen Kiesstrand, an welchem sich bei dem Prachtswetter die K&K-Gesellschaft zum Sonnenbaden trifft. Max und Cedi werden nicht müde, Steine in den Fluss zu werfen.